39. Sozialpädagogiktag 2015: Flucht. Herausforderungen für Soziale Arbeit

Description Veranstaltung im WiSe 2015-2016; Freitag, 27. November 2015
Creator Barbara Stauber (author); Karin Amos (author); Wolf-Dietrich Hammann (author); Thorben Fischer-Gese (author); María do Mar Castro Varela (author); Angela Furmaniak (author)
Contributor ZDV Universität Tübingen (producer)
Publisher ZDV Universität Tübingen
Creation Date 2015-11-27
Subjects Universität, Tübingen, Sozialpädagogiktag, Flucht, Soziale Arbeit
Rights Rechtshinweise
Abstract Flucht erscheint für viele Menschen als einzige Möglichkeit, um zu überleben und ein menschenwürdiges Leben zu führen. Die vielfältigen Fluchtursachen, welche dazu zwingen, lebensgefährliche Fluchtrouten zu wählen, sowie die politischen Strategien im Umgang mit Geflüchteten, sei es an den Grenzen Europas oder vor Ort, werden äußerst kontrovers diskutiert. Die Menschen, die nach Deutschland gelangen, erfahren einerseits große Solidarität und Unterstützung in der konkreten Alltagspraxis, sind andererseits aber auch rassistischen Übergriffen und Ignoranz ausgesetzt. Der Umgang mit Geflüchteten berührt ganz grundsätzliche Fragestellungen der Sozialen Arbeit: Menschen mit traumatisierenden Erfahrungen benötigen konkrete Hilfen, minderjährige Flüchtlinge müssen in Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Kitas, Schulen und Hochschulen aufgenommen werden, Stigmatisierungen und Diskriminierungen muss mit Nachdruck - gerade von professioneller Seite - reflektiert begegnet werden. Neue Anforderungen in unterschiedlichen Handlungsfeldern werden zum Teil bereits erbracht, zum Teil müssen organisations- und personenbezogene Handlungskonzepte und -kompetenzen für die Bewältigung alltäglicher Probleme der Geflüchteten erst noch entwickelt werden. Damit kristallisieren sich für die Praxis zentrale Fragen und Aufgaben heraus: Worin bestehen die Herausforderungen von Erziehungshilfen, Beratungsstellen, Jugend- und Schulsozialarbeit im Hinblick auf die Arbeit mit Geflüchteten? Wie wird mit Rechtskonflikten und der Spannung zwischen divergenten Rechtslagen und fachlichen Standards einer sozialpädagogischen Unterstützung umgegangen? Wie können Kooperationen zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen, aber auch mit Flüchtlings- und Migrantenselbstorganisationen sinnvoll ausgestaltet werden? Und was heißt in diesem Kontext Inklusion? Diese Fragen und inhaltlichen Schwerpunkte werden diskutiert und praxisrelevante Perspektiven entwickelt - auch im Hinblick darauf, wie in der Jugendhilfe und in den Bildungsinstitutionen stärker vernetzte (Solidaritäts-)Strukturen zur Unterstützung von (minderjährigen) Geflüchteten aufgebaut werden können.